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ESSEN & TRINKEN: Vorspeisen (Przekaski) sind Aal in Aspik, marinierter Fisch in saurer Sahne, Rollmops, Kulebiak (eine Pilz- und Kohlpastete), Kabanos (eine lange, dünne, stark gewürzte Wurst) oder Mysliwska (eine Wurst aus Schweine- und Wildfleisch). Suppen wie Barszcz (Rote-Beete-Suppe mit saurer Sahne) oder Rosol (Rind- oder Hühnerbouillon) werden häufig in Tassen und mit kleinen Pasteten, die mit Fleisch oder Kohl gefüllt sind, serviert. Piroggen (gefüllte Teigtaschen), meist mit Weißkäse oder mit Weißkohl gefüllt, werden nicht nur gerne in Polen gegessen. Auch in der Russischen Föderation und in Finnland gibt es sie in unterschiedlichen Varianten. Beliebte Gerichte sind Zrazy Zawijane (pilzgefüllte Rouladen in saurer Sahne) mit gekochtem Kascha (Buchweizen) und Golonka (Eisbein). Das polnische Nationalgericht Bigos (Weißkohl-Sauerkrauttopf mit Steinpilzen) war ursprünglich ein Essen der Jäger des polnischen Landadels, der Schlachta. Man hatte immer einen Kessel mit Bigos dabei. Heute wird Bigos in ganz Polen gegessen, in den Skihütten Zakopanes genauso wie in Suwalki, an den Masurischen Seen, in den eleganten Lokalen Warschaus wie in den rustikalen Kellerlokalen Krakaus an der Weichsel. Eine Feier in Polen ist ohne dieses würzig-pikante Gericht Bigos undenkbar. Polen hat auch eine große Auswahl an frischem Fisch (Ryba). Karpfen wird in einer süßsauren Aspiksoße serviert, und pochierter Hecht mit Sahnemeerrettich ist sehr zu empfehlen. Polnische Backwaren (Ciastka) sind ausgezeichnet. Getränke: Wodka (Wódka) wird eiskalt getrunken. Wyborowa soll der beste Wodka sein, aber es gibt noch viele andere Geschmacksrichtungen wie Zubrowka (Bisongras), Tarniowka (Schlehe), Sliwowica (Pflaume) und Pieprzowka (mit weißem Pfeffer). Zu den beliebten Biermarken gehören: Zywiec, Okocim und EB.

NACHTLEBEN: In fast allen größeren Städten gibt es Diskotheken, in Warszawa findet man auch Nachtklubs. Mit ihren 17 Theatern und drei Opernhäusern spiegelt die Hauptstadt die große Musik- und Theatertradition des Landes wider.

EINKAUFSTIPS: Glas, Emaillewaren, handgewobene Läufer, Silberartikel, handgearbeiteter Schmuck, Folklorepuppen, Holzschnitzereien sowie Ton- und Metallskulpturen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 06.00-18.00/19.00 Uhr.

SPORT: Reisebüros können für Sportvereine, Jugendorganisationen und Schulklassen Hobbyurlaube auf Booten oder Wassersporturlaube an den masurischen Seen organisieren. Wintersport- und Reiterferien sind ebenfalls sehr beliebt. Wintersport: Die beliebtesten Wintersportorte sind Zakopane in der Tatra und Krynica und Szczyrk im Beskidy-Gebirge. Die Skisaison ist von November bis Mai. Auf den gefrorenen Wasserwegen kann man sehr gut eissegeln. Die Tatra bietet auch herrliche Wandermöglichkeiten. Angeln: Ein Angelschein kann gegen eine Gebühr beantragt werden. Segeln: Die Masurischen Seen (Mazury) sind das beliebteste Segelgebiet. Schwimmen: In den meisten Städten gibt es Schwimmbäder. An der Ostseeküste und in den Masurischen Seen kann man ebenfalls gut schwimmen. Reitsport und Pferderennen: Die größten Reitsportzentren und Pferdebahnen befinden sich in Warszawa (Sluzewiec), Sopot, Raculka (bei Zielona Gora), Wroclaw, Bialy Bor (bei Slupsk) und Ksiaz (bei Walbrzych).

Veranstaltungskalender: April 2004 Nationaler Gedenktag, Pawiak. 11.-21. April Beethoven Festival, Krakau. April-Mai Dominikanische Kirmes (eins der ältesten Festivals in Polen), Danzig. Mai Internationales sakrale Musik Festival, Warschau; Juvenalia Studenten-Festival, Krakau. Juni Festival der Volksmusikgruppen und -sänger, Kazimierz; Lajkonik Festival (mittelalterliche Festumzüge), Krakau; Sommer Jazz Festival, Krakau. 15. Juni - 26. Juli Warschaus Kammermusik Mozart Festival. 4.-9. Juli Internationales Straßenkunst-Festival, Warschau. 15.-31. Aug. Musik im alten Krakau. Sept. Warschauer Marathon; Beit Hadesh (Jüdisches Fest), Krakau. Okt. Warschauer Film Festival; JVC Jazz-Fete, Warschau. Nov.-Dez. Altes Musik Festival im königlichen Schloß, Warschau. 31. Dez. - 31. Jan. 2005 Weihnachtskrippenspiel-Wettbewerb, Krakau.

Weitere Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).


LAND & LEUTE: Es gibt große Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben, die Landbevölkerung ist sehr gläubig und ihr Lebensstil traditioneller. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, Frauen werden mit Handkuß begrüßt. Die üblichen Höflichkeitsformen werden erwartet, und Gastgeber freuen sich über einen Blumenstrauß. Kleidung sollte zurückhaltend, aber leger sein. In guten Restaurants oder zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. In manchen öffentlichen Gebäude (z. B. Bahnhöfe) ist das Rauchen verboten. Fotografieren: Militärische Anlagen, Industriegebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit einer durchgestrichenen Kamera gekennzeichnet sind, dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Ist nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10-15% werden erwartet.